Dreieinhalb Wochen im Münchner Frühling

Statt der zur Zeit leider nicht möglichen Wiederaufnahme im Theater...

Bis 3. Juni 2020 fast täglich eine Webisode mit Zeitzeugenberichten
aus der Räterepublik als

Jahrhundert+1 Mini‑Webserie

Hier und auf unserem Vimeo-Channel.


Folge 23

Als Epilog ein Zeitungsartikel vom 3. Juni 1919:
Die Ermordung Gustav Landauers (am 2. Mai 1919)


Folge 22

Donnernde Schlacht. Die Roten werden hingemacht...


Folge 21

Die weissen Truppen ziehen in München ein...


Folge 20

Unwahre Schauergeschichten über die Münchner Räterepublik. Wahr ist aber, dass "die Weissen" immer näher an München heranrücken: Artillerieeinschläge sind zu hören...


Folge 19

Damen und Herren aus der "feinen Gesellschaft" werden festgenommen, weil sie amtliche Stempel gefälscht haben...


Folge 18

Württemberger Soldaten wollen ihr Nachbarland "befreien". Sie rücken mit hakenkreuzbesetzten Fahrzeugen gen München vor...


Folge 17

Seit fast zwei Wochen erscheinen keine Zeitungen: "Wir wissen gar nichts!"


Folge 16

In München herrscht Ruhe und Ordnung...


Folge 15

Der letzte Tag des Generalstreiks. Großer Demonstrationszug von der Theresienwiese über die Ludwigsstraße...


Folge 14

Österliche Stimmungsbilder.


Folge 13

Das Revolutionstribunal wütet!


Folge 12

Auch in München werden weiter Soldaten für die Rote Armee angeworben...


Folge 11

Die Rote Armee hat in Dachau die weißen Regierungstruppen geschlagen. Während dessen werden in vielen Orten Nordbayerns und Schwaben Freikorpssoldaten angeworben, um nach München zu ziehen...


Folge 10

In der Universität treffen sich zwei unserer Protagonisten: Victor Klemperer unterhält sich mit Gustav Landauer und zeichnet dieses Gespräch anschließend auf...


Folge 9

Victor Klemperer schreibt über die Geschehnisse in München: die Errichtung der (zweiten) kommunistischen Räterepublik. Und auch Thomas Mann zeichnet dazu etwas in seinem Tagebuch auf...


Folge 8

Der Tag nach dem gescheiterten Putsch. Die Lage ist für viele noch unklar. Aber es scheinen sich neue Machthaber in der Räterepublik herausgebildet zu haben...


Folge 7

Ein Putsch von Truppen der Bamberger Regierung in München: Erich Mühsam u. a. werden verhaftet und nach Nordbayern ins Gefängnis gebracht. Aber der Umsturzversuch misslingt...


Folge 6

Aufruf an die bayerischen Bauern! In der Oberpfalz. In Franken. Und in München. Die Lebensmittel werden knapp in der Stadt...


Folge 5

Auch die Bürger formieren sich - sie wollen einen Rat gründen! Und der Blädel Hans, der Vater vom berühmteren Schorsch, singt ein "bürgerliches" Volkslied...


Folge 4

Es wird um die Stimmen der Frauen gekämpft...


Folge 3

Es formieren sich die Gegner und bekämpfen die Räterepublik mit allen Mitteln: antisemitischen Flugblätter, die sich gegen führende Politiker richten, werden verteilt.


Folge 2

Reaktionen der Münchner Bürger und des Auslands auf die neue Räterepublik. Und ein fiktives Streitgespräch zwischen Ernst Toller und Max Levien über die künftige Politik...


Folge 1

Die Ausrufung der "Räterepublik Baiern"


Trailer

Eine Reise in die Zeit der Münchner Räterepubliken als sichtbares Hörspiel mit Livemusik und Videoprojektionen.

In „Dreieinhalb Wochen im Münchner Frühling“ zeichnet das „Kollektiv Herzfeld“ die spannenden historischen Ereignisse im April 1919 ausschließlich auf Basis von Originaldokumenten, Bildern und Videos dieser Zeit nach. Wir lassen dabei die Zeitzeugen Thomas Mann, Victor Klemperer, Josef Hofmiller, Erzbischof Faulhaber u. v. m. „zu Wort kommen“ und versuchen durch mannigfache Perspektivwechsel die Distanz von über hundert Jahren auf ein Minimum zu reduzieren:

Wie erleben die Münchner Bürgerinnen und Bürger den Alltag in der neuen Räterepublik? Herrschen fortan Chaos und Gewalt? Ist die Münchner Frau nun „Gemeinschaftseigentum“ – wie in Zeitungsartikeln außerhalb Münchens behauptet wird? Was bedeutet die Existenz eines Revolutionstribunals? Und zu guter Letzt: wie war eigentlich das Wetter und welches Lied sangen und pfiffen die Menschen in den Cafés und auf den Straßen Münchens?

Die Protagonisten

Die Beobachtungen unserer „Protagonisten“ werden mit öffentlichen Verlautbarungen wie Flugblätter, Anschläge und Zeitungsartikel – auch außerhalb Münchens – verschnitten. Somit kann sich der Zuschauer ein eigenes Bild über den Wahrheitsgehalt der verschiedenen Informationen machen.


Ensemble

Eine Textmontage von Reinhard Pabst und Florian Weiß
Sprecher: Renate Groß, Richard Oehmann
Musik: Claudia Kaiser, Martin Lickleder
Video/Projektion: Martin Pflanzer
Grafik: Florian Weiß
Pressefotos: Stephan Hadrava
Regie: Reinhard Pabst


Plakat

Live-Termine

Do. 23. April / Fr. 24. April / Sa. 25. April 2020 / Theater im Fraunhofer, München
Sa, 2. Mai 2020 / Stadttheater Weilheim i.OB
Sa, 9. Mai 2020 / Westtorhalle Murnau
Sa, 16. Mai 2020 / Bürgerhaus Oberschleißheim

Alle Termine wegen dem Kulturshutdown auf Herbst 2020 bzw. Frühjahr 2021 verschoben.

Im April & Mai 2021 haben wir auch noch Termine für Auftritte frei und freuen uns auf Angebote und Einladungen auch in andere Städte – gerne auch außerhalb Bayerns.

Wir haben für die aktuell leider nicht möglichen Aufführungen keine staatlichen Hilfsmittel beantragt. Wir versuchen nun auf diesem Weg unsere Unkosten zu vermindern und entgangene Gagen (wenigstens zum Teil) wieder auszugleichen.
Herzlichen Dank für jede noch so kleine Zuwendung an paypal.me/kollektivherzfeld

Vorgeschichte, Chronologie und Akteure im April/Mai 1919

 

7. Nov. 1918Ausrufung des „Freistaat Bayern“ - Ende der Monarchie
8. Nov. 1918Regierungsbildung: Kurt Eisner wird Ministerpräsident

Errungenschaften der Regierung Eisner in den ersten 100 Tagen u.a.
- die demokratische Verfassung
- das freie Wahlrecht und Frauenwahlrecht
- die Trennung von Kirche und Staat
- Stärkung der Betriebsräte und der 8-Stunden-Arbeitstag
- Öffnung der staatlichen Kunstakademie für Frauen
21. Feb. 1919Ermordung des Ministerpräsidenten Kurt Eisner

Ein Machtvakuum entsteht - Kampf zwischen Rätesystem & Parlamentarismus
17. März 1919Der Landtag wählt Johannes Hoffmann, Kultusminister im Kabinett Eisner, zum neuen Ministerpräsidenten

Der Kampf dauert an: Rätesystem oder Parlamentarismus?
4. April 1919Augsburger Arbeiter treten in den Generalstreik und fordern die Ausrufung der Räterepublik

Generalstreik in vielen Städten Bayerns
Ministerpräsident Hoffmann und der Landtag ziehen ins nordbayerische Bamberg um
7. April 1919Ausrufung der „Räterepublik Baiern“

 

Zeitstrahl

Reaktionen

»Eine kleine, erfrischende Produktion, die ein Highlight im Jubiläumsjahr war.«
Andreas Heckmann, Literaturzeitschrift „Am Erker“


»Kompliment allen Mitwirkenden. Das Lied habe ich ja noch nie so schön gesungen gehört. Der Lachanfall vom Hans Blädel hat mit Recht Szenenapplaus verdient. Edelfeder Thomas Mann hatte den rechten Tonfall. Die Kombination von Bildern und Liveauftritt sehr gelungen. Das Ende mit dem Tod Landauers und die letzte Strophe des Liedes war zwar bedrückend, aber genau richtig gesetzt. Insgesamt: Super!«
Günther Gerstenberg


»Ich finde die Idee, die Inszenierung und die Umsetzung von vorn bis hinten grandios. Da kann man nur gratulieren! Ich hoffe, ihr bringt das noch woanders zur Aufführung, das sollte es nicht gewesen sein. Danke für den tollen Abend, das hat mir unglaublich Spaß gemacht.«
Gerald Staufer


»Vorlesen kann auch für Erwachsene absolut faszinierend sein und sie in seinen Bann schlagen. Bei Dreieinhalb Wochen im Münchner Frühling passierte genau das. Wir saßen still da und hörten gespannt den Texten zu, die Regisseure für die szenischen Handlungen in unseren Köpfen waren. Ein Hörspiel als Theater. Wunderbar!«
Ulrich Wengenroth

 

Kontakt:













 


Kollektiv Herzfeld

Email: kollektiv@muenchner-fruehling.de


Wenn Ihnen unser Programm gefällt, unterstützen Sie uns unter:
paypal.me/kollektivherzfeld
Vielen Dank.


Wir bedanken uns für die Unterstützung der Produktion im letzten Jahr durch den „Bezirksausschuss 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt“ der Landeshauptstadt München.
Das Stück war Teil des Programms des Kulturreferats München‚ "1918|2018 Was ist Demokratie? Ein Programm zu 100 Jahre Revolution und Rätezeit in München“


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